Ozeanien

 

Oban - Stewart Island (New Zealand) - Januar 2013

 

New Zealand - White Island

 

Geographie

  • 37°31'0" South, 177°11'0" East
  • höchste Erhebung: Mt. Gisborne 321 m
  • aktiver Inselvulkan
  • letzte Erruption: 09.12.2019, 14:11 Uhr Ortszeit, mehrere tote und vermisste Touristen
  • 48 km nördlich der Küstenstadt Whakatane, Bay of Plenty (Pazifischer Ozean)
  • Insel im Privatbesitz seit 1936, Eigentümer: Buttle Family Trust (Familienstiftung)

Geschichte

Die Entdeckung

Die Insel wurde am 01. Oktober 1769 von James Cook entdeckt, er war aber nie auf der Insel. Als Cook durch die Bay of Plenty segelte, entdeckte er am Horizont eine Insel, die in weißem Dampf steckte, deshalb nannte er sie White Island. Er erkannte auch nicht, dass es sich um einen aktiven Vulkan handelte.

Portrait von James Cook, 1837 entstanden nach seinem Tode. Künstler: William Holl (1771-1838). National Library of Wales

Karte von James Cook, 1770

Die Eingeborenen nennen die Insel Te Puia o Whakaari, oder einfach nur Whakaari, was soviel wie "Dramatischer Vulkan" bedeutet. White Island ist Neuseelands einzige ständig aktive Vulkaninsel und liegt direkt auf dem pazifischen Feuergürtel.

Ansicht vom 22.10.1844, Künstler unbekannt. State Library of New South Wales, Australia

Der Ausbruch von 1914

Am 10 September 1914 kam es zu einer gewaltigen Erruption auf White Island, die noch auf dem Festland bei Opotiki spürbar war. Das Inselinnere wurde unter Tonnen von Schlamm und Felsbrocken begraben. Die Arbeiter der Schwefelmine wurden vom Ausbruch überrascht und kamen ums Leben. Die Quellen sprechen von 10, andere von 11 Toten Minenarbeitern.

Am 28. September 1914 begab sich der Mineninspektor Matthew Paul mit 10 weiteren Mitarbeitern auf die Insel, um nach den vermissten Arbeitern zu suchen, leider ohne Erfolg. Lediglich eine Katze (Peter The Great) wurde 3 Wochen später gefunden, die das Inferno überlebte. Ein Telegramm von M. Paul gibt Aufschluss über die vermissten Minenarbeiter.

Urkunde: Archives of New Zealand

 

demnach wurden vermisst:

A.J.McKim, S.Young, D.McMurtrie, J.Byrne, R.Chappell, R. Lamb, H. Williams, W. Donovan, A. Brennan, R. Waring, L. Kelly. Über den Verbleib von Waring und Kelly konnten keine Aussagen getroffen werden.

27.12.1913 2 Boote ankern vor White Island

Die letzte Periode des Schwefelabbaues war zwischen 1923 und 1933.

1936 erwarb dann George R. Buttle die Insel.

1953 wurde die Insel als "Private Scenic Reserve" deklariert, befindet sich aber nach wie vor im Besitz der Familie Buttle.

...wenn Unwirtlichkeit einen Namen hätte, müsste sie White Island heißen.

Am 01. November 2012 besuchten wir die Vulkaninsel White Island, Von Rotorua flogen wir mit einem Hubschrauber von "Vulcanic Air Safari" hinaus zur Insel. Vor und nach unserem Besuch wurde die Insel von starken Erruptionen erschüttert.

wir starten

Rotorua von oben

vor uns der Lake Okareka, hinter der Landzunge der größere Lake Taravera und am Horizont vor uns der Mt. Taravera

Auf unserem Weg nach White Island überflogen wir auch den zur Zeit ruhenden Vulkan Mt. Taravera, den wir bereits im Dezember 2001 bei unserer ersten Reise nach Neuseeland bestiegen haben.

Der Mt. Taravera brach am 10. Juni 1886 das letzte mal aus und begrub das Dorf Wairoa unter seiner Asche. Zahlreiche Menschen starben bei diesem Unglück, obwohl sich der Ausbruch durch Abnormalitäten in den umliegenden Seen bemerkbar machte.

der Krater des Mount Taravera

zeitgenössische Darstellung des Ausbruches aus der Sicht des Dorfes Wairoa. Gezeichnet von Charles Blomfield (1848-1926) im Jahre 1888

Das Gebiet um Rotorua ist bekannt durch seine erhöhten vulkanischen Aktivitäten

Kiwiplantage mit Windschutzhecken

vor uns die Bay of Plenty

Anflug auf White Island: Wir fliegen direkt auf die Crater Bay (Te Awapuia) zu, links davon Otaketaki mit der Tölpel (Gannet) Kolonie

Landung an einem sorgfältig "sicheren" Platz auf der Insel, nahe der "Hot Springs Area"

der immer aktive Kratersee

an besonders exponierten Stellen müssen wir wegen der giftigen Schwefeldämpfe Atemmasken tragen

vor uns: der Krater

"Fluss"

zwischen Pinnacle Head (links) und Troup Head (rechts) an der Wilson Bay stehen unsere Hubschrauber, ganz nahe der Stelle, wo im Dezember 2019 der Ausbruch stattfand

Geonet New Zealand hat die komplette Insel mit Messgeräten bestückt, so können kleinste Veränderungen nachgewiesen  und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Am Tag werden auf der Insel bis zu 1000 Erdbeben registriert, von denen viele allerdings so schwach sind, dass wir sie nicht bemerken.

Quelle: Geonet New Zealand

Der Vulkan ist wieder auf Level 2, normalerweise ein Stadium, wo Besucher wieder zugelassen werden. Es bleibt aber abzuwarten, wann überhaupt wieder Besucher mit dem Boot oder dem Hubschrauber auf die Insel dürfen. Meiner Meinung nach, sollte zukünftig außer den Wissenschaftlern niemanden mehr der Zutritt auf die Insel gewährt werden.

Quelle: Geonet New Zealand

Messprotokoll: 09.12.2019 nach dem Ausbruch

hier stehen wir auf der Stelle, wo im Dezember 2019 der Ausbruch stattfand

die "Fließgewässer" der Insel, stinkender Schwefelschlick

Blick in die "Todeszone", nur wenige Meter vor uns

Am Rand das Kratersees, weiter geht es nicht

 

Im Hintergrund eine der zahllosen Fumarolen auf der Insel. Hier wird Wasserdampf der mit Schwefel angreichert ist mit einer Temperatur von 200 bis 800 Grad ausgestoßen. Äusserste Vorsicht ist hier geboten.

 

seltsame bizarre Kristalle

in der Nähe der Fumarolen treten ätzende Schwefeldämpfe aus, die uns veranlassten, eine Schutzmaske zu tragen

Reste vom letzten Ausbruch

die Club Rock Felsen sind White Island vorgelagert

...überall ausgelaugtes Treibholz mit bizarren Formen

unsere beiden Piloten

Messgeräte von Geonet

Schwefelbrocken

Reste der alten Schwefelminengebäude, diese wurden bis Mitte des 20.Jahrhunderts noch von Wissenschaftlern und Vulkanologen genutzt bis sie dann einem der zahlreichen Ausbrüche zum Opfer fielen

Rückflug über den Kraterrand

North East Point

wir passieren die Küstenlinie der Bay of Plenty

im Geländerelief sind überall die vulkanischen Strukturen zu erkennen

wir überfliegen den Flugplatz von Rotorua

Im Lake Rotorua liegt die mystische Insel Mokoia, die in der Sagenwelt der Maori eine besondere Rolle spielt

Damit endet ein Erlebnis der besonderen Art.


 

New Zealand - Milford Track


 

Steckbrief

  • 53,5 km lang
  • Great Walk im Fiordland National Park
  • dauert 4 Tage, ab und bis Te Anau
  • die Saison ist von Oktober bis April (beim DOC erfragen)
  • nur mit Buchung möglich, die Buchung sollte frühzeitig erfolgen, da der Great Walk schnell ausgebucht ist, von Mai bis Oktober kann gebucht werden (Buchungsstart gibt DOC vor)
  • es sind keine Hunde erlaubt
  • keine Zeltplätze (Camp Sites)
  • außerhalb der Saison möglich, aber wegen der Witterung nicht ratsam, da Hütten nicht betreut werden und die Passregion aufgrund winterlicher Bedingungen oft nicht begehbar ist
  • pro Durchgang laufen 40 Personen richtungsgebunden von Glade Wharf zum Sandfly Point
  • Höchster Punkt: Mackinnon Pass Shelter, 1154 m
  • Trinkwasser und Kochgelegenheiten in den Hütten vorhanden
  • Toiletten und Waschgelegenheiten vorhanden
  • Buchung: www.doc.govt.nz

 

Eigene Aktivitäten:

  • Januar 2002: Te Anau, Te Anau Downs, Lake Te Anau, Glade Wharf, Clinton Hut und zurück, Tagesausflug
  • Januar 2002: Flug vom Milford Sound durch das Arthur und Clinton Valley zurück nach Te Anau
  • 04.12. bis 07.12.2012 Begehung des kompletten Tracks

 

Tag 1: Glade Wharf - Clinton Hut (1-1,5 Stunden, 5 km) - 04. Dezember 2012

nachmittags steigen wir in Te Anau Downs in das Boot, welches uns über den Lake Te Anau zum Glade Wharf bringt

Quintin MacKinnon erforschte im Oktober 1888 die Region und fand einen Weg vom Lake Te Anau zum Milford Sound. Am 29. November brach MacKinnon über den Lake Te Anau zum Milford Sound auf. Seit diesem Tag gilt er als vermisst. Im Lake Te Anau wurde auf einem Felsen ein Gedenkkreuz errichtet.

Quintin MacKinnon stehend in der Mitte (Foto: Repro, archiv-rueger)

auf dem Lake Te Anau

Glade Wharf kommt in Sicht

Die Desinfektion der Schuhe dient der Vorbeugung gegen Krankheiten der unter Schutz stehenden Tierwelt

Am Beginn des Milford Tracks

Das Glade House ist eine Lodge für geführte Wanderungen entlang des Milford Tracks. Die geführte Wanderung kostet wesentlich mehr, als die "freie" Wanderung, die wir unternahmen. Ohne Rucksack kommt man hierher nur, wenn man in Glade House angestellt ist

Der Clinton River begleitet uns im Verlauf des Tracks von Tag 1 bis Tag 3

Hängebrücke über den Clinton River bei Glade House

MacKinnons legendäre "Two Mile Hut" von 1889 (Foto: Repro, archiv-rueger)

Ankunft an der Clinton Hut

Kleiner Abzweig am 1. Tag zum Wetland Walkway, er dauert nur 15 Minuten, ist aber durchaus sehenswert

Ranger Ross, eine lebende Legende des Milford Tracks

ein erlegtes Possum, einst eingeschleppt aus Australien, der größte Feind der unter Schutz stehenden Vogelwelt

 

Tag 2: Clinton Hut - Mintaro Hut (6 Stunden, 16,5 km) - 05.Dezember 2012

ein namenloser Wasserfall, den es nur bei Regenwetter gibt

Hirere Shelter

Hidden Lake

Bus Stop

ganz hinten, der MacKinnon Pass, erstmals in Sichtweite

Saint Quintin Falls

wir gewinnen an Höhe und gelangen  vor der Mintaro Hut auf eine kleine Hochebene

...und immer wieder - namenlose Wasserfälle

Mintaro Hut, unser Tagesziel ist erreicht

so sehen die Hüttentickets für den Milford Track aus. Man bucht im Internet, möglichst frühzeitig nach dem Buchungsstart (meistens Mai). Nach der Ankunft in Te Anau besucht man das Fiordland Visitor Center des DOC (Department of Conservation), Lakefront Drive, legt dort seine Buchungsbestätigung vor, und erhält die Tickets

 

3. Tag: Mintaro Hut - Dumpling Hut (6 bis 7 Stunden, 14 km) - 06. Dezember 2012

vor dem Aufstieg zum MacKinnon Pass

ein zu Ehren von MacKinnon errichtetes Denkmal auf der Passhöhe

ein erster Blick in das Arthur Valley, unten mit der Landebahn neben der Quintin Lodge

Neuseeländische Gänseblume (Daisy)

auf der Passhöhe, Mount Ballon

Das WC mit der wohl schönsten Aussicht Neuseelands oben auf dem MacKinnon Pass mit Blick in das Clinton Valley

Shelter

bei unserer Tour war der reguläre Weg, der unterhalb des Jervois Glacier vorbei führt, wegen eines Bergrutsches gesperrt, wir nutzten den etwas kürzeren "Emergency Track" hinunter zum Roaring Burn

 durch den Moraine Creek kommen wir vorbei an den Dudleigh Falls

Day Shelter bei der Quintin Lodge, hier zweigt auch der Fußweg zu den Southerland Falls ab, der aber ebenfalls wegen eines Bergrutsches gesperrt war

580 m hoch sind die Southerland Falls, die vom Lake Quill über Kaskaden in die Tiefe stürzen

am oberen Arthur River geht es in Richtung Dumpling Hut

Dumpling Hut, das heutige Tagesziel

einer der Schlafräume in der Dumling Hut

der Ranger der Dumpling Hut war guter Stimmung, er musste ja nicht im Regen laufen, über dem Ofen haben wir aber alles wieder trocken bekommen

 

Tag 4: Dumpling Hut bis Sandfly Point (5,5 bis 6 Stunden, 18 km) - 07. Dezember 2012

die historische Boatshed Hut gehört jetzt zum Inventar für geführte Wanderungen

beim Steep Hill (1631 m) überqueren wir den Arthur River

am Fusse des Steep Hill befindet sich Bell Rock, eine imposante Felsformation mit kleineren Höhlen

zwischen Mount Danger und Steep Hill fließt der Mackay Creek zu Tale, unten bei Bell Rock die Mackay Falls, ein äußerst beliebtes Fotomotiv

umgestürzte Bäume blockieren den Weg, der hier nordöstlich des Arthur River verläuft

typische Entfernungssäule am Milford Track

dieses Wegestück vor dem Lake Ada wurde von Gefangenen aus dem Felsen geschlagen

Die "Prisoner's Gang", Gefangene, die den Weg bauten (Foto: Repro, archiv-rueger)

Lake Ada

kleiner Wasserfall

Giant Gate Falls

der Lake Ada begleitet uns bis kurz vor den Camp Oven Creek

Camp Oven Creek

vor uns die Rapids des Arthur River kurz vor Sandfly Point

wir haben es geschafft! - Sandfly Point

14:00 und 15:00 fahren die Boote zurück in den Milford Sound, man sollte sich bei der Trackbuchung bereits entscheiden, welches Boot man nimmt

durch den malerischen Milford Sound, vorbei am Mitre Peak erreichen wir schließlich den kleinen Hafen

wenn die Milford Road geöffnet und nicht gerade durch einen Bergrutsch gesperrt ist, fährt der Bus die Wanderer zurück nach Te Anau, auch diese Leistung ist in der Buchung inbegriffen

 


New Zealand - Kepler Track

 

Steckbrief

  • 60 km lang
  • Great Walk im Fiordland National Park
  • dauert 3 bis 4 Tage
  • Saison ist vom Oktober bis April (beim DOC erfragen)
  • nur mit Buchung möglich, frühzeitig buchen, da beliebter Ausweich zum häufig ausgebuchten Milford Track
  • Hunde sind nicht erlaubt
  • Campsites befinden sich an der Broad Bay (Lake Te Anau), bei der Iris Burn Hut und an der Shallow Bay (wird vom DOC nicht mehr betreut, Lake Manapouri), an der Luxmore Hut Campen nicht möglich
  • außerhalb der Saison ist die Begehung nicht ratsam, da auf den Bergabschnitten zwischen der Vegetationsgrenze bei der Luxmore Hut und der Iris Burn Hut mit erheblichen Schneefällen zu rechnen ist
  • höchster Punkt ist der Luxmore Saddle mit 1400 m
  • Trinkwasser und Kochgelegenheiten  sind in den Hütten vorhanden
  • Toiletten und Waschgelegenheiten vorhanden
  • Buchung bei: www.doc.govt.nz
  • Seit 1988 findet jährlich am ersten Wochenende im Dezember die Kepler Challenge statt, ein Ultramarathon über die komplette Strecke des Tracks. Der Rekord aus dem Jahre 2013 hält Martin Dent mit einer Zeit von 04:33:37 Stunden
  • der Track wurde im Februar 1988 eröffnet

 

Eigene Aktivitäten am Kepler Track

  • Januar 2002: Broad Bay, Luxmore Hut, Besteigung Mt. Luxmore
  • 14. Dezember 2012 bis 17. Dezember 2012 Begehung des kompletten Tracks begin-nend in Te Anau, Luxmore Hut, Iris Burn Hut, Moturau Hut, Carpark Control Gates
  • 17.12.2018-18.12.2018: Rainbow Reach, Moturau Hut und zurück nach Rainbow Reach
  • 24.12.2018: Rainbow Reach, Control Gates, Te Anau
  • 26.12.2018: Broad Bay, Mount Luxmore Besteigung, Broad Bay, Control Gates, Te Anau

 

Tag 1: Te Anau Department of Conservation bis Luxmore Hut (7 Stunden, 20 km), 14.12.2012

Der Startpunkt des Tracks kann, je nachdem in welche Richtung man gehen will, variieren. Wir haben die etwas größere Route gewählt und sind von Te Anau losgelaufen. Genau so gut könnte man in den Morgenstunden ab Te Anau das Wassertaxi nutzen und hinüber zur Broad Bay fahren, da hätte man schon 5,6 km von den Control Gates bis zur Broad Bay gespart. Beabsichtigt man entgegengesetzt zu laufen wäre neben den Contol Gates eine weitere Startmöglichkeit ab  der Hängebrücke über den Waiau River bei Rainbow Reach. von dort bis zu den Control Gates sind es auch 9,5 km, die man einspart. Der offizielle Start- und Endpunkt des Tracks ist bei den Control Gates.

Von hier aus geht es immer in Ufernähe des Lake Te Anau auf einem gut ausgebauten relativ flachen Weg 5,6 km bis zur Broad Bay. Hier befindet sich ein Zeltplatz und ein WC, Ein Wasseranschluss befindet sich im Shelter am Zeltplatz. Ein Tisch mit einer Edelstahlplatte ist vorhanden. Hier kann man kochen. Kochgeräte müssen allerdings mitgebracht werden. Auf dem Zeltplatz sind auch einige einfache Grillplätze vorhanden. Genügend Treibholz zur Befeuerung liegt am Ufer des Sees. Ab hier geht es 8,2 km bergauf bis zum Tagesziel, der Luxmore Hut. Unterwegs kommen wir an 2 Aussichten auf den Lake Te Anau und Lake Manapouri und den Limestone Bluffs, einer Felsformation vorbei. Bei etwa 1000 m ü. NN erreichen wir die Baumgrenze (Bushline). Von dort sind es etwa noch 45 min. bis 1 Stunde zur Luxmore Hut (54 Schlafplätze/Bunks).

Kurz vor der Luxmore Hut zweigt in südwestlicher Richtung ein gut ausgebauter Weg zur Luxmore Cave ab, ein lohnenswerter Abstecher.

Carpark und Shelter in der Nähe der Control Getes am Lake Te Anau, für Wanderer die mit dem Auto anreisen, auch Haltepunkt des Tracknet-Busses, der mehrmals täglich hier Station macht. Info unter: www.tracknet.net

ein möglicher Startpunkt in der Nähe der Control Gates

 Blick auf den Te Anau See bei den Control Gates

Control Gates, hier beginnt eine Kaskade zur Stromerzeugung , die bis hin zum Doubtful Sound reicht. Das dazu gehörige Wasserkraftwerk ist die Westarm Powerstation. Es befindet sich an den Ufern des Westarms vom Lake Manapouri. Zur Stromgewinnung nutzt man das natürliche Gefälle zwischen Lake Te Anau, Waiau River und Lake Manapouri aus und spart so teuere Pumpanlagen. Ein Großteil des erzeugten Stromes wird zur Betreibung der Aluminiumhütte in Bluff verwendet und über eine riesige Freileitungstrasse dorthin geleitet.

Täglich 2 mal fährt das Wassertaxi vom Anleger (Real Journey, Lakefront Drive) hinüber zur Broad Bay

Broad Bay, im Sommer auch beliebter Badestrand

Camp Site Broad Bay

auf den Weg hinauf zur Luxmore Hut, ein South Island Robin, sehr zutraulich

Der Kea, schlau, neugierig, wartet er auf die Wanderer, fast immer an der gleichen Stelle, vielleicht ist irgend etwas zu ergattern, nicht auf die Tiere eingehen oder gar füttern, man wird sie dann nicht mehr los

Limestone Bluffs, eine markante Felsformation

Blick auf die beiden Seen, Lake Te Anau und Lake Manapouri und das Te Anau Basin

kleine Rast kurz vor dem Ende der Baumgrenze (Bushline) in ungefähr 1000m ü.NN

Die Baumgrenze ist erreicht, Blick auf die Murchison Mountains

ein erster Blickkontakt mit der Luxmore Hut dem heutigen Tagesziel

vulkanischer "Boulder"

bevor wir zur Hütte gehen, legen wir unsere Rucksäcke ab und besuchen die Luxmore Caves, ein kleiner Höhlenkomplex, etwa eine viertel Stunde südlich des Hauptweges (gut ausgeschildert, Lampe mitnehmen!)

Dwarf Alpine Daisy

Luxmore Cave

Lager in der Luxmore Hut

unsere Verpflegung

Aufenthaltsraum und Küche in der Hütte

 

Tag 2: Luxmore Hut bis Iris Burn Hut (14,6 km, 6 Stunden), 15.12. 2012

Die bevorstehende Etappe bewegt sich großteils im alpinen Bereich der Kepler Mountains und erreicht am Luxmore Saddle den höchsten Punkt des Tracks mit 1400m ü. NN.

Wenn die Möglichkeit besteht sollte man auf keinem Fall den Sonnenaufgang an der Luxmore Hut verpassen. Die günstigste Zeit kann man beim Hüttenranger erfragen. Ein lohnenswertes Fotomotiv sind auch die morgendlichen Wolkenformationen über dem Lake Te Anau in Richtung des South Fiords.

Nach dem Frühstück steigt der Weg hinter der Hütte stetig bergan. Unterhalb des Gipfels vom Mount Luxmore erreichen wir eine kleine Hochebene. Hier befindet sich ein Feuchtgebiet mit einem kleinen See, das Quellgebiet eines Creeks hinunter zum South Fiord des Lake Te Anau.

Wir steigen weiter auf bis zum Luxmore Saddle auf 1400m, Dort zweigt in östlicher Richtung ein Pfad hinauf zum Gipfel des Mount Luxemore (1472 m) ab. Auch dieser Abstecher ist lohnenswert. Wer seinen Rucksack nicht zum Gipfel tragen will, kann ihn unten am Saddle ablegen. Der Weg zum Gipfel ist in einer viertel Stunde erreichbar. Dort wird man mit einer herrlichen Aussicht auf den Lake Te Anau und die umliegenden Berge der Südalpen belohnt.

Wieder unten auf dem Hauptweg laufen wir weiter, bis wir Forest Burn Emergency Shelter (1196 m) erreichen. Hier ist eine kleine Hütte mit Wassertank, Rastplatz und Toilette. Die Hütte ist zwar zur Übernachtung geeignet, aber nur in Notfällen, ansonsten ist eine Übernachtung hier nicht gestattet. Unterhalb der Hütte ist das Quellgebiet des Forest Burn, der beim Ballon Loop in den Waiau River mündet.

Der Verlauf des weiteren Weges orientiert sich am Profil der Berge. Wir erreichen nach ca. 1 Stunde und 30 Minuten das Hanging Valley Emergency Shelter, eine ähnlich Hütte wie zuvor Forest Burn Shelter (1356 m). Auch hier befindet sich eine Hütte, Wassertank, Rastplatz und eine Toilette. Die Aussicht auf den South Fiord, die Murchison Mountains und die Kepler Mountains ist bemerkenswert.

Von hier aus folgt der Weg auf einem Berggrat, teilweise über Stufen, hinunter zum Aussichtspunkt Lookout Knob (1162 m), mit Blick auf das Tal des Iris Burn. Nach dem Lookout schlängelt sich der Weg hinunter in das hintere Tal des Iris Burn. Dort befindet sich auch das Tagesziel, die Iris Burn Hut (50 Schlafplätze/Bunks). Bei der Hütte ann man je nach Buchung auch einen gut angelegten Zeltplatz (Camp Site, 15 Stellplätze) nutzen.

Am Nachmittag ist noch ein Abstecher zu den Iris Burn Falls (15 m Fallhöhe) möglich. Der Pfad dorthin ist beschildert und dauert hin und zurück ca. 40 bis 50 Minuten. Wenn man Glück hat kann man am Fluss die seltenen Blue Ducks beobachten. Auf jedem Fall sollte man bei dieser Tour ein Mittel gegen die lästigen Sandflys dabei haben, die unten am Wasserfall zuweilen sehr lästig sein können.

Sonnenaufgang an der Luxmore Hut

Luxmore Hut vorne, unten South Fiord Lake Te Anau, hinten  Murchison Mountains

Blick auf den Lake Te Anau

auf dem Weg zwischen Luxmore Hut und Luxmore Saddle

Hochebene vor dem Anstieg zum Luxmore Saddle

kleine Hochebene

kurz vor dem Luxmore Saddle

Luxmore Saddle, 1400 m

auf dem Gipfel des Mount Luxmore, 1472 m

Talblicke am Forest Burn Shelter in Richtung South Fiord Lake Te Anau und Murchison Mountains

in Richtung Forest Burn Creek

der Weg zum Hanging Valley Shelter

Hanging Valley Shelter

auf dem Bergkamm zum Lookout Knob

talwärts zum Iris Burn, ein Zufluss des Iris Burn

Ausblick auf den Big Slip, einem Erdrutsch

an der Iris Burn Hut

Iris Burn Camp Site

unterwegs auf dem Pfad zum Wasserfall

Iris Burn Falls, 15 m Falltiefe

seltene Blue Duck am Iris Burn

 

Tag 3: Iris Burn Hut bis Moturau Hut (16,2 km, 5,5 bis 6 Stunden), 16.12.2012

Dieser Abschnitt folgt fast auf seiner gesamten Länge dem Verlauf des Iris Burn und ist relativ eben. Dort wo er in den Lake Manapouri mündet, wendet sich der Weg nach Osten und verläuft am Ufer des Lake Manapouri bis zur Moturau Hut (40 Schlafplätze/ Bunks).

Zwischen der Iris Burn Hut und Rocky Point passieren wir eine offene Ebene. Südwestlich vom Weg befindet sich eine Stelle, an welcher im Januar 1984 nach langen Regenfällen ein Erdrutsch niedergegangen war. Die Stelle ist bekannt al "The Big Slip".

Weiter unten erreichen wir das Rocky Point Work Camp, einem Material. und Gerätelager ds Department of Conservation für Instandhaltungsarbeiten am Track. Dabei ist eine Toilette und ein überdachter Rastplatz (Shelter). Übernachtungen sind hier nicht gestattet.

Der Weg wechselt je nach Geländebeschaffenheit mehrmals die Uferseiten des Iris Burn, Vor der Mündung in den Lake Manapouri schwenkt der Weg in östliche Richtung ab und führt entlang der Uferlinie des Lake Manapouri. Ca. nach einer halben Stunde erreichen wir das Tagesziel, die Moturau Hut.

Blick vom Iris Burn Valley zum Mount Tinsley (1537 m)

wegen starker Regenfälle im Januar 1984 kam es zwischen der Iris Burn Hut und Rocky Point zu einem gewaltigen Erdrutsch, bekannt als "Big Slip", ca. 4 Jahre vor der Eröffnung des Tracks

Rocky Point Workcamp des Department of Conservation, Material- und Arbeitsgerätelager für Unterhaltungs-arbeiten am Track

Rocky Point Shelter, überdachter Rastplatz und Toilette, kein Zeltplatz

ToeToe Gras

Mündung des Iris Burn in den Lake Manapouri

der Lake Manapouri, hinten Mitte Hanging Peak

Lake Manapouri an der Moturau Hut

Freifläche vor der Moturau Hut

Moturau Hut rechts, links Unterkunftsräume für die Mitarbeiter des Department Of Conservation (Ranger)

Flachs

unser Freund Ranger Phil Hoskin, beim abendlichen "Hut Talk" (Hüttengespräch), er erklärt gerade die Bedeutung der Westarm Power Station am Lake Manapouri

Sonnenuntergang am Lake Manapouri

 

Tag 4: Moturau Hut bis Te Anau (21,5 km, 6 bis 7 Stunden), 17.12.2018

Bei diesem Streckenabschnitt handelt es sich um eine gemütliche Wanderung auf nahezu ebenen Gelände. Die Tour wird auch von zahlreichen Tagestouristen besonders an Wochenenden genutzt, die bei schönem Wetter die Zeit zum Baden im Lake Manapouri nutzen (bei der Moturau Hut). Parkplätze befinden sich am Rainbow Reach (6km bis Moturau Hut, oder bei den Control Gates (15,5km bis zur Moturau Hut).

Der Weg windet sich durch den ursprünglichen Südbuchenwald in südöstlicher Richtung. Dort, wo er in Richtung Osten zum Waiau River abbiegt, geht ein Pfad westlich zur Shallow Bay ab. In ca. 15 Minuten erreicht man die Bay am Lake Manapouri mit einer herrlichen Aussicht über den See und die zahlreichen kleinen Inseln im See. Besonders Rona Island ist unter Naturfreunden bekannt, da auf dieser Insel junge Kiwis ausgewildert werden. Die Insel wurde deswegen gewählt, weil sie relativ isoliert im See liegt und für die natürlichen Feinde der Kiwis schlecht erreichbar sind. An der Shallow Bay befindet sich eine Schutzhütte. Der Zeltplatz wurde offenbar aufgegeben und wird auf den neueren Karten auch nicht mehr dargestellt. Zurück auf dem Hauptweg erreichen wir nach wenigen Minuten ein Feuchtraumbiotop mit Blick auf die Kepler Mountains. Ein Abstecher dort hin führt über einen Bohlenweg durch sumpfiges Gelände und ist empfehlenswert. Etwa 20 Minuten später erreichen wir erstmals dem Waiau River, zumindest einen Seitenarm vom Fluss, den Balloon Loop einem gewaltigen Mäander im Fluss. 12 Kilometer lang windet sich der Fluss mit oft wechselnden Lauf vom Lake Te Anau bis zur Shallow Bay am Lake Manapouri. Es ist der längste Fluss hier im Süden von Neuseeland und fließt bei Riverton in die Te Waewae Bay in die Tasman Sea.

Schließlich erreichen wir bei Rainbow Reach die große Hängebrücke über den Waiau River. Hier besteht die Möglichkeit den Track zu beenden oder zu beginnen. Rainbow Reach wird von den Bussen der Firma Tracknet aus Te Anau täglich mehrmals bedient. Die Buchung erfolgt über Tracknet per Telefon, online oder direkt im Büro am Ortsausgang von Te Anau in Richtung Manapouri, Lakeview Kiwi Holiday Park & Motel, Manapouri-Te Anau Highway.

Parkplätze und Sanitäranlagen befinden sich ebenfalls bei Rainbow Reach.

Wir laufen aber weiter zu den Control Gates am Lake Te Anau. Der Weg wurde zwischen 2012 und 2018 offenbar umverlegt und führt nun etwa nördliche vom Ufer des Waiau River in nordöstlicher Richtung zum Lake Te Anau.

Hinter Yerex Reach erreichen wir die Stelle, an welcher Jack Beer wohnte, ein bekannter Einsiedler und Schafzüchter. Von hier aus soll in der Vergangenheit einmal ein von ihm angelegter Pfad hinauf zum Mount Luxmore, der auch als Beer's Track bekannt war, geführt haben. Um 1890 herum soll er ihn freigeschlagen haben, da er für seine Schafe unterhalb des Mount Luxmore Weideflächen ausfindig gemacht hatte. Im Jahre 2002 konnten wir ansatzweise den Verlauf vom Mout Luxmore hinunter in das Tal noch erkennen. Bei unserem jüngsten Besuch im Dezember 2018 fanden wir den Einstieg nicht mehr. Sein letztes Boot liegt heute noch bei der ehemaligen Siedlung im Waiau River.

Bei den Control Gates besteht eine weitere Möglichkeit den Track zu beenden. Auch hier befindet sich ein größerer Parkplatz, ein Shelter und mehrere Toiletten. Auch der Tracknet Bus hat hier eine Haltestelle.

2012 fuhren wir von hier nach Manapouri. 2018 sind wir die Strecke von Rainbow Reach bis nach Te Anau im Rahmen eines Tagesausfluges gelaufen.

Die letzten 6 Kilometer führen rechtsseitg auf einem breiten, ausgebauten Weg bis in den Ort Te Anau. Dieser Weg ist Bestandteil des neuen Radwegenetzes rund um Te Anau und Manapouri.

Etwa in der Mitte zwischen den Control Gates und Te Anau befindet sich das Te Anau Wildlife Center, mit einer Reihe seltener Vogelarten. Ein Besuch ist lohnenswert und kostenlos. Hier werden auch Führungen angeboten. Die Termine kann man vor Ort erfragen.

Kurz vor Te Anau ereichen wir noch einen kleinen Badestrand und die Stelle an welcher die Motorboote zu Wasser gelassen werden.

Beim örtlichen Büro des Department of Conservation haben wir dann wieder Te Anau erreicht.

 ursprüngliche Landschaft mit den für Neuseeland typischen Südbuchenwäldern

Shallow Bay, in der Mitte Rona Island, ein Paradies für seltene Vogelarten

das Biotop zwischen Shallow Bay und Balloon Loop

markante Bäume

Forest Burn

Waiau River

Waiau River

Hängebrücke Rainbow Reach

Manuka bei Jack Beers Homestead

Waiau River

wieder bei den Control Gates

Shelter bei den Control Gates

nun ja, ist ja nicht unser Gepäck, wer's halt braucht

unsere Hüttentickets, gebucht im Juni 2012 von zu Hause aus

auf dem Radweg von den Control Gates nach Te Anau

Toetoe Gras, hat in der Maorikultur eine besondere Bedeutung

Das Te Anau Wildlife Center

seltener Takahe

Sonnenuntergang am Lake Te Anau

unser wohlverdientes Abendbrot nach dem Track, alles selbst gemacht

 


New Zealand - Routeburn Track

 

Steckbrief

  • 37 km lang, der kleinste Great Walk
  • liegt zwischen der Milford Road am Zugang zum Hollyford Valley und dem Nordende des Lake Wakatipu in der Nähe von Glenorchy, zwischen dem Fiordland- und Mount Aspiring National Park
  • dauert insgesamt 3 Tage
  • Start/ Ziel: The Divide
  • Ziel/ Start: Routeburn Shelter in der Nähe von Glenorchy
  • Saison ist von Oktober bis April (beim DOC erfragen)
  • nur mit Buchung möglich. Die Buchung sollte frühzeitig erfolgen, da der Great Walk als Ausweich für den oft ausgebuchten Milford Track genutzt wird. Die Buchung ist etwa von Mai bis Oktober möglich (Buchungsbeginn gibt DOC vor), danach nur noch auf Anfrage beim DOC (Rückläufe durch kurzfristige Absagen)
  • Hunde sind nicht erlaubt
  • Übernachtung in betreuten Hütten und Zeltplätzen
  • Hütten: Lake Howden Hut, Lake Mackenzie Hut, Routeburn Falls Hut, Routeburn Flat Hut
  • Zeltplätze (Camp Sites): Greenstone Saddle Campsite, Lake Mackenzie Campsite, Routeburn Flats Campsite, Routeburn Shelter Campsite
  • außerhalb der Saison wird der Track nicht betreut, Wasser und Gas ist in den Hütten abgestellt, Begehung somit nur eingeschränkt möglich, auf eigene Gefahr, sollte nur mit erfahrenen, ortskundigen Führern unternommen werden.
  • der höchste Punkt ist Harris Saddle mit 1255 m.
  • Während der Saison sind in den Hütten Wasser, Gas und Kochgelegenheiten vorhanden
  • Toiletten und Waschgelegenheiten befinden sich in gesonderten Gebäuden
  • Buchung unter: www.doc.govt.nz

 

Eigene Aktivitäten

  • Januar 2002: Wanderung vom Divide zum Key Summit
  • 27.11. bis 30.11.2012 Begehung des Caples und Greenstone Tracks (Back Country Tracks), die bei der Lake Howden Hut mit dem Routeburn Track zusammentreffen
  • 10.12. bis 12.12.2012 Begehung des gesamten Routeburn Tracks